Individuell Lernen mit E-Learning

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E-Learning bietet Aus- und Weiterbildungen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind und unabhängig von Ort und Zeit stattfinden können. Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten: vom virtuellen Hörsaal oder dem reinen Onlinetraining bis hin zu Mischformen, bei denen die Online-Inhalte mit realem Unterricht kombiniert werden.

Das Lernen, bei dem elektronische oder digitale Medien zum Einsatz kommen, wird beliebter. Die Folge ist, dass der E-Learning-Markt stark wächst. Mit immer neuen Angeboten buhlen Anbieter um Lernwillige. Daher wird es immer wichtiger, zu wissen, wie man seriöse Anbieter von schwarzen Schafen unterscheidet. Folgende Punkte geben erste Hinweise auf die Seriosität eines Anbieters:

– Das Informationsverhalten: Wird klar und deutlich über Inhalt, Ziel, Aufbau, Dauer, Kosten und mögliche Abschlüsse informiert oder sind die Angaben eher schwammig und weit gefasst? Bei Sprachkursen sollte es auch einen Einstufungstest geben.

– Gibt es eine individuelle Betreuung bei Lern- und Motivationsproblemen? Diesen kann beispielsweise – neben den E-Learning-Einheiten – durch Präsenzunterricht, was man auch als „hybride Lernarrangements” oder „Blended-Learning” bezeichnet, vorgebeugt werden. 

– Fördert der Anbieter den Erfahrungsaustausch seiner Lernenden, zum Beispiel mit einem offen zugänglichen Forum? So können wichtige Fragen schon vor Beginn des Programms direkt an andere Lernende gestellt werden. Gute Anbieter vermitteln während des Programms auch Lerngemeinschaften mit anderen Teilnehmenden.

– Gibt es eine Demoversion, mit welcher das Angebot getestet werden kann? So lässt sich schon ein erster Eindruck davon erhaschen, wie der spätere Online-Kurs aussehen wird.

– Beim Vertrag sollte den Rücktrittsklauseln besondere Beachtung geschenkt werden. Ein guter Anbieter wird dem Lernenden die Möglichkeit einräumen, bei Nichtgefallen vom Vertrag zurückzutreten. 

Besonders attraktiv für Unternehmen. E-Learning eignet sich für nahezu jede Branche, da komplexe Zusammenhänge einfach und verständlich dargestellt werden können. Unternehmen sehen insbesondere einen Vorteil im zeit- und ortsunabhängigen Lernen. Zusätzlich versprechen sie sich ein bedarfsgerechteres Lernen in Bezug auf die Lerninhalte. E-Learning wird hauptsächlich für Produktschulungen eingesetzt, aber auch um Mitarbeitende im Bereich der IT-Standardanwendungen sowie eigener Geschäftsprozesse zu schulen. Bei über der Hälfte der Unternehmen finden die E-Learning-Angebote in Kombination mit Präsenzunterricht statt. Einen weiteren Vorteil sehen grosse, international aufgestellte Unternehmen im Wissenstransfer über tausende Kilometer. Mit dieser Form des Lernens lassen sich alle Mitarbeitenden auf denselben Wissensstand bringen. 

Die Stiftung Warentest hat zum Thema E-Learning einen Leitfaden herausgegeben. Dieser kann unter der folgenden Webadresse heruntergeladen werden: https://www.test.de/Leitfaden-Weiterbildung-E-Learning-1428845-0/

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Vorteile E-Learning

– Im Gegensatz zu traditionellen Lehrmitteln lassen sich abstrakte Inhalte mithilfe von Simulationen anschaulich machen. Zusätzlich können ganz einfach Video- und Audioelemente eingebunden werden.

– Traditionelle lineare Denk- und Lernkonzepte werden durch flexiblere, netzwerkartige Konzepte aufgebrochen.

– Lerninhalte können leichter auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt werden.

– In Unternehmen kann das Lernen mit betrieblichem Knowledge Management (Wissensmanagement) bzw. Arbeitsprozessen verbunden werden.

– Es kann asynchron, zeit- und ortsunabhängig zusammengearbeitet werden.

– Das Lernen findet ganz individuell je nach Vorkenntnis (Lerntempo, Reihenfolge der Lerninhalte) statt. So kann unterschiedliches Vorwissen besser ausgeglichen werden.

– Es gibt unterschiedliche Aufnahmekanäle (Lesen, Audio, Video, Animation etc.) für jeden Lerntyp. Eine „Blossstellung“ vor anderen Teilnehmern bei Wissenslücken erfolgt nicht.

Herausforderungen beim E-Learning

– Lernende müssen erst lernen, mit den verschiedenen Publikationsformen (Medien) umzugehen.

– Es gibt noch zu wenig Pädagogen im E-Learning-Bereich.

– Die Präsentation der Lerninhalte wird zu oft von technischen und nicht von didaktischen Faktoren bestimmt.

– Es ist Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz nötig, da der soziale Kontakt zu Lehrern/ Trainern und anderen Teilnehmenden nur in reduzierter Form stattfindet.

 

Lesen Sie andere Beiträge dieser Ausgabe auf der Website des Kaufmännischen Verbandes in Zürich:
kfmv-zürich.ch

 

 

 


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