Immer direkt am Kunden – Marketing- und Kommunikationsjobs einer neuen Generation

| Public Relations

Unternehmen setzen heute auf Social Media, um über ihre Tätigkeiten zu informieren und um den Informationsaustausch mit Kunden, zukünftigen Mitarbeitenden oder Geschäftspartnern anzuregen und zu fördern. Doch wer kommuniziert da eigentlich mit uns und was braucht es dazu? 

Einer der wichtigsten Vorteile im Social-Media-Bereich ist die Möglichkeit, Inhalte ansprechend darzustellen: Dies kann beispielsweise ein Experteninterview oder der Blick hinter die Kulissen sein. Verständliche und bewegte Infografiken können die Komplexität eines Themenfeldes weiter entschärfen. So lassen sich selbst Menschen, die keinen Doktortitel besitzen, für komplexe wissenschaftliche Themen begeistern oder beim Employerbranding (dt. Arbeitgebermarkenbildung) vermeintlich uninteressante Jobs in ein anderes Licht rücken. 

Unterschiedliche Unternehmen haben unterschiedliche Vorstellungen. Die Anforderungen an Bewerber für eine Social-Media-Stelle sind so vielfältig wie deren Bezeichnungen: Webredakteur, Social-Media-Manager, Community Manager und so weiter. Je nach Kommunikationskonzept ergänzen oder ersetzen diese neuen Stellen alte Marketingund Kommunikationsstellen. Unternehmen glauben häufig, dass die Jungen das Thema Social Media besser beherrschen und intuitiver bedienen als die Älteren ‒ schliesslich machen sie den ganzen Tag nichts andere. Im Hinblick auf die Technologien mag das sogar stimmen, auch weil beinahe täglich neue Features bei den Diensten hinzukommen. Jedoch müssen Social-Media-Manager über viele weitere Fähigkeiten verfügen: Hierzu gehört auch der Weitblick und das Verständnis, welche Reichweite ein Kommentar oder eine Nachricht haben kann und was diese dort in der Lage ist auszulösen. Selbst Profis liegen manchmal daneben, wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen ‒ ist erst einmal ein „Shitstorm“ losgebrochen, kann dieser ein Vielfaches dessen kosten, was zuvor eingespart wurde.

Allrounder gesucht. Social-Media-Jobs sind vielmehr etwas für Kommunikationsallrounder, Menschen, die über ein hohes Mass an Kreativität, Eigeninitiative und journalistische Fähigkeiten wie Recherchieren und Texten verfügen. Sie haben Spass am Thema Kommunikation allgemein und sind in der Lage, ihre Beiträge mit tollen Fotos oder gut geschnittenem Videomaterial eindrucksvoll zu untermalen. Auch Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen gehören dazu, denn manchmal müssen sie auch mit Störenfrieden, sogenannten Trolls, umgehen.

Der Zeitfaktor. Ein guter Beitrag kostet entsprechend viel Zeit ‒ je besser recherchiert und aufbereitet eine Geschichte ist, desto interessanter ist diese auch für die Community. Das Ziel ist es, die Beiträge so zu schreiben, dass sich diese viral, also wie ein Virus, im Netz verbreiten. Social- Media-Manger müssen also auch die Social-Media-Plattformen und die Technologien dahinter sehr gut kennen, um zu wissen, welche Art von Beiträgen dort gut ankommt.

Ideale Vorbereitung — welche Ausbildung? Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage, schliesslich sind Social- Media-Manager eine Gattung für sich. Einige kommen aus der klassischen Kommunikation, es gibt Quereinsteiger, aber auch junge Menschen, die sich gezielt ausbilden lassen ‒ zum Beispiel mit einem Studium im Bereich Kommunikation. Ergänzende Praktika bei einer Filmproduktionsfirma oder einem Medienkonzern können Studenten zur Entwicklung weiterer Fähigkeiten nutzten. Ein Praktikum bei einem Unternehmen im eigenen Interessensbereich kann eventuell die Tür zu einem späteren Job öffnen.

 

 

Lesen Sie andere Beiträge dieser Ausgabe auf der Website des Kaufmännischen Verbandes in Zürich:
kfmv-zürich.ch

 

 

 


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